Master's Guide für HTL/FH-Absolventen
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Ein Master of Science Studium in Nordamerika
ist für einen HTL/FH- Absolventen wohl die interessanteste Weiterbildungsmöglichkeit
nach dem Studienabschluss. Dieser Weg wird relativ selten begangen, vor
allem weil dieses Studium in der Schweiz eher unbekannt ist, aber auch
weil die Vorbereitungen zum Studium eher aufwendig sind.
Trotzdem ist es eine ideale Ergänzung zum HTL/FH-Studium, weil einige
der wichtigsten Kompetenzen für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn
gefördert werden:
- Fachliche Kompetenzen in einem Forschungsumfeld
- Englisch
- Erfahrungen im Umgang mit fremden Kulturen - auf einem amerikanischen
Universitätscampus trifft man Leute von der ganzen Welt und arbeitet mit
ihnen zusammen
- Selbständigkeit, Durchsetzungsvermögen und Organisationstalent
Ein Master of Science Studium hat somit viele Vorteile gegenüber einem Nachdiplomstudium oder einem ETH-Zusatzstudium. Es ist auch wichtig anzumerken, dass die in der Schweiz neu eingeführten Bachelor und Master Studiengänge (Umsetzung der Bologna Deklaration) NICHT kompatibel (ebenbürtig) zu Nordamerikanischen Bachelor und Master Abschlüssen sein werden.
Die Informationen in diesem Guide basieren auf Erfahrungen von HTL/FH-Absolventen, die ein solches Studium absolviert haben.
- Fabian Meier,
Author
Wohnhaft in Zürich.
M.S. in Electrical Engineering von der Northwestern University, Abschluss
1997. Abgänger der Ingenieurschule HTL Rapperswil 1994 (Elektrotechnik).
- Christian Frei, Co-Author
1995 Erfolgreicher Abschluss mit einem Master of Science an der Northwestern
University. Studierte am Technikum Brugg/Windisch (Elektrotechnik)
- Alban Frei - half bei der Ueberarbeitung im 2002
- Jenny Sidler, für die erste HTML Uebersetzung
- Gaston Wolf
- STV, für das Hosten des Guides seit 1997 bis 2002
In den meisten englischsprachigen Ländern (USA, Kanada, England) endet
das Hochschulstudium mit dem Erlangen eines Bachelor's Degree nach vier
Jahren Studium. Die meisten Abgänger (Englisch: Graduates) wechseln danach
ins Erwerbsleben. Universitäten bieten aber auch noch vertiefende Studien
an (an sog. Graduate Schools). Nach dem Bachelor's Degree kann ein Master's
Degree und dann ein Ph.D. (Doktorat) erlangt werden (siehe Figur 1: Beschrieb
der Schulsysteme USA/Kanada). Diese Studien setzen sich in der Regel aus
Vorlesungsbesuchen und Forschungstätigkeit zusammen. Es findet eine Vertiefung
auf Spezialgebiete statt (z.B. Künstliche Intelligenz, Digitale Signalverarbeitung,
etc).
Ein Master Studium schliesst man typischerweise mit dem Titel Master of Science (M.S.) oder Master of Business Administration (MBA) ab. Übliche Studienrichtungen für HTL-Abgänger sind Electrical Engineering, Computer Science, Mechanical Engineering, Chemistry, aber auch Betriebswirtschaft und Management (MBA).
Das Master's Degree kennt man auch in England, Australien, Neuseeland und anderen englischsprachigen Ländern (mit gewissen Unterschieden zu Nordamerika). Die Ausführungen in diesem Guide konzentrieren sich auf das Master's Studium in Nordamerika.
Figur 1: Beschreibung Schulsystem USA/Kanada
| Alter | Abschlüsse | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 24 | |||||
| 23 22 |
University 2 Jahre |
Master's Degree | |||
| 21 20 19 18 |
College 4 Jahre |
Community College
2 Jahre |
Bachelor's Degree
Associated Degree |
||
| 17 16 15 |
High School 3 Jahre* |
High School Diploma | |||
| 14 13 12 |
Junior High School 3 Jahre |
||||
| 11 10 9 8 7 6 |
Elementary School | ||||
| 5 | Pre School (Kindergarten) | ||||
* In Kanada gibt es ein 13. Schuljahr, die High School dauert dort 4 Jahre.
1 1/2 bis 2 Jahre im Vollzeitstudium. Dies variiert je nach Uni, Departement und ob man noch eine Teilzeitanstellung als Forschungs- oder Lehrassistent hat.
Schulgeld: Zwischen 4000 und 15'000 US $ pro Jahr, je nach Universität (Staatliche Universitäten kosten im allgemeinen weniger als private Uni's).
Lebenskosten: Zwischen 6000 und 12'000 US $ pro Jahr. Das Leben ist in Nordamerika etwas günstiger als in der Schweiz.
Teilzeitanstellungen an UniversitätenDie Budgets im Anhang D geben eine detailiertere Aufstellung der Kosten.
Um für die oben genannte Vertiefung ein Spezialgebiet (eventuell zwei oder auch drei) auswählen zu können, ist eine breite Grundausbildung notwendig. Genau über diese verfügt ein HTL- Absolvent. Er kann sich in einem Master's Programm genau dort weitere Kenntnisse aneignen, wo ihm der HTL-Lehrplan zuwenig bieten konnte. Für ein Studienaufenthalt im Ausland sprechen aber auch der Gebrauch einer Fremdsprache, und ein neues Umfeld in einer anderen Kultur.
Wie schon oben erwähnt, bietet ein Studium an einer Nordamerikanischen Universität eine ideale Vorbereitung für eine erfolgreiche berufliche Karriere. Natürlich ermöglicht ein solches Studium vor allem auch eine gezielte Vertiefung in einem ausgewählten technischen Spezialgebiet. Es ist möglich mit den besten Professoren zu arbeiten und mit ihnen zusammen zu forschen.
In der Technik, Forschung und Wissenschaft kommen viele neue Trends,
Technologien und Ergebnisse von Universitäten in Nordamerika, darum sind
speziell kanadische und amerikanische Unis interessant für ein technisches
Zusatzstudium. Zudem verfügt ein HTL/FH Absolvent über praktische Fähigkeiten,
die die theoretisch orientierten Bachelor-Absolventen nicht haben und
können so ein Team optimal ergänzen.
Der Weg zu einer nordamerikanischen Uni ist nicht schnurgerade. Die folgenden Punkte beschreiben vier mehr oder weniger grosse Hürden auf diesem Weg, die man erfolgreich "überspringen" muss.
Die zwei Hauptprobleme sind die drei Jahre
Studiendauer einer HTL/FH (Amerikanische Sicht: ein Bachelor's dauert
vier Jahre, Punkt) und die fehlende Allgemeinbildung im Stundenplan einer
HTL/FH.
Im Unterschied zur Schweiz, wo HTL/FH Abschlüsse von verschiedenen Hochschulen
mehr oder weniger das gleiche Niveau haben, können Bachelor Abschlüsse
von verschieden Colleges sehr verschiedene Niveaus haben.
Da es keine offizielle Bewertung des HTL/FH-Diploms weder in den USA noch
in Kanada gibt (ein Schweizer HTL/FH-Studium ist in Nordamerika weitgehendst
unbekannt), entscheidet jede Universität selbständig, ob sie ein HTL/FH-Abschluss
anerkennt. Dies geschieht oft aufgrund von Empfehlungen und Erfahrungen
(wenn vorhanden). Wenn zum Beispiel ein HTL/FH-Absolvent bereits mit Erfolg
an einer Universität studiert hat, wird meist aufgrund diesen Erfahrungen
das HTL/FH-Diplom anerkannt. Wie die Anerkennung im Detail geregelt ist,
kann von Uni zu Uni und unter Umständen innerhalb der Uni von Departement
zu Departement variieren. Am besten erfragt man sich die Bedingungen bei
einem Ehemaligen oder beim Graduate Adviser des jeweiligen Departements
(siehe Brief [18]). Es kann von Vorteil sein, bei einigen Unis persönlich
vorbei zu gehen. Wichtig zu wissen ist, dass man teilweise auch mit den
Leuten verhandeln kann. Das heisst, dass man anbietet, Zusatzkurse zu
besuchen, um ein Bachelor Abschluss zu erreichen (ev. ein Zusatzsemester
macht). Die Erfahrung zeigt aber, dass ein guter HTL/FH-Abschluss durchaus
einem Bachelor Abschluss entspricht. Falls man aber unbedingt an einer
bestimmten Uni studieren will, kann dies ein Weg sein.
Das BIGA offeriert eine offizielle englische Übersetzung des HTL/FH-Titels.
Da die aktuellste Version sehr unglücklich übersetzt ist und den Abschluss
sehr vage und unklar umschreibt, nimmt man besser (wenn überhaupt!) die
ältere Übersetzung von 1985. Dort wird das HTL/FH-Diplom mit einem Bachelor
Degree verglichen. Die Anerkennung ist eindeutig DIE "Knacknuss" für die
Aufnahme zum Studium!
Man kann sich nicht einfach an einer Uni einschreiben, wie das in der Schweiz der Fall ist, sondern man muss sich für eine Aufnahme bewerben. Natürlich will jeder Bewerber an einer möglichst guten Universität studieren, darum ist eine erfolgreiche Aufnahme an eine Top Universität (MIT, Yale, Standford University...) auch sehr schwierig. Eine "Top 20" Universität liegt aber für einen guten HTL-Absolventen (ungefähr Notendurchschnitt 5) durchaus im Bereich des Möglichen.
Wenn einmal das HTL-Diplom anerkannt ist, muss man als Bewerber die gleichen Vorausetzungen erfüllen wie jeder andere internationale und amerikanische Bewerber (Tests, Schulnoten, Aufsatz etc.).
Die finanziellen Aufwendungen für Schulgeld
und Lebensunterhalt stellen die dritte Herausforderung dar. Die Schulgelder
sind zum Teil sehr hoch, speziell bei den privaten Schulen.
Wenigsten sind die Lebenskosten im Vergleich zur Schweiz bedeutend kleiner.
Wie schon oben erwähnt, können die Schulgelder aber mit einer Teilzeitanstellung
an der Uni massiv reduziert werden.
Dies ist überraschenderweise der unkritischste Punkt. Mit dem Englischniveau vom 2. Vordiplom der HTL/FH hat man genügend Grundlagen. Natürlich ist ein Sprachaufenthalt von Vorteil. Erfahrungsgemäss sind die Englisch-Kenntnisse bei mitteleuropäischen Bewerbern kein Problem, Schweizer Studenten haben im allgemeinen (wenn überhaupt) nur in den ersten paar Monaten Anlaufschwierigkeiten mit der englischen Sprache.
Beim Ausfüllen der Bewerbungsunterlagen, schreiben von Aufsätzen etc. sowie beim GRE werden schriftliche Englischkenntnisse gebraucht, wobei es total legal ist (ausser natürlich bei den Tests...) sich von Dritten helfen zu lassen.
Vom ersten Beschaffen von Informationen bis zu einer Aufnahme an einer Schule vergeht viel Zeit. Ein guter Zeitplan hilft hier die Zeit geschickt zu nutzen. In den nächsten Abschnitten wird detailiert auf die verschiedenen Schritte eingegangen.
Monat 0: Evaluation der Universität. Beschaffen von Unterlagen und Bewerbungsunterlagen der verschiedenen Universitäten. Abklären ob der HTL-Abschluss grundsätzlich anerkannt wird. Beginn mit dem Lernen für Tests. Beschaffen von Zeugnis- und Diplomübersetzungen. Finanzplan erstellen.
Monat 2: Entscheid auf 1 - 4 Schulen bei denen man sich bewerben will. Anmelden für TOEFL- und GRE-Tests.
Monat 4-6: GRE-Test und TOEFL-Test. Eventuell bereits jetzt Bewerbung abschicken (ohne Testresultate).
Monat 7: Resultate von den Test kommen an. Bewerbungen abschicken (Achtung: Einsendeschluss (Deadline) beachten, sie sind für ausländische Bewerber meistens noch früher). Da die Testresultate sowieso direkt an die Schule geschickt werden (um nicht die Resultate fälschen zu können!), kann man die Bewerbungsunterlagen auch einiges früher an die Uni schicken.
Monat 8-10: Resultat über die Aufnahme kommt, dann Visa beantragen.
Master of Science
Klare technische Ausrichtung mit Schwerpunkt auf einem Spezialgebiet. Untericht und Forschung. Keine Berufserfahrung erwartet (wenn man welche hat ist dies bei der Bewerbung aber sicher ein Pluspunkt) und soll bei der Bewerbung erwähnt werden.
Master of Business and Administration (MBA)
Eine solche Weiterausbildung ist auf Hochschulabgänger aller Art ausgerichtet, die es in das Management zieht. An guten Schulen werden meistens 2 bis 5 Jahre Berufserfahrung gefordert. Der Titel MBA ist nicht geschützt, darum gibt es sehr viele Schulen, die dieses Studium anbieten (auch in Europa und in der Schweiz). Über MBA gibt es sehr viel einschlägige Literatur (Buchhandlungen).
Ein amerikanischer Bewerber bewirbt sich normalerweise an drei und mehr Universitäten gleichzeitig. Der Hauptgrund dafür ist, dass überhaupt keine Gewissheit besteht, ob die Bewerbung erfolgreich sein wird. Mehrere Bewerbungen erhöhen darum die Trefferquote! Da aber eine Bewerbung einigen Zeitaufwand verlangt und für jede eingereichte Bewerbung von der Uni eine Bearbeitungsgebühr (zwischen $ 50 - 100) verlangt wird, konzentriert man sich am besten auf ein paar wenige Bewerbungen.
Die folgende Tabelle listet Kriterien mit deren Wichtigkeit auf, um eine effiziente Auswahl zu ermöglichen. In der USA allein gibt es ca. 5000 Colleges! Ein Student hat wirklich die Qual der Wahl... Ausgangslage für die Evaluation sind Verzeichnisse (dicke Bücher), die alle Uni's nach gewissen Fakten auflisten.
| Kriterien | Wichtigkeit | Informationsquellen |
|---|---|---|
| Annerkennung des HTL-Diploms | Wichtigster Faktor | -- |
| Name der Schule: Daumenregel: Die Schule sollte in den Top 50 sein |
Wichtig | Siehe "Universities/Rankings" auf dieser Homepage |
| Typ des Master's: MBA, Master of Science |
Wichtig, Grundsätzliche Frage |
-- |
| Spezialisierung im Fachgebiet: jede Schule hat ihre Stärken |
Wichtig | Unterlagen der Universitäten, Fachliteratur, Internet (WWW) |
| Geographische Lage | Weniger Wichtig | Die Lebenskosten an der Ost- und Westküste sind deutlich höher als im Landesinnern |
| Umgebung: - Stadt/Land - grosse/kleine Universität - Klima |
Relativ wichtig | Da man immerhin mehr als ein Jahr an diesem Ort lebt ist es wichtig, dass man sich dort wohl fühlt. Ist aber schwer zu beurteilen, wenn man nicht wirklich dort gewesen ist. Die Lebenskosten in Städten sind eher höher als auf dem Land. |
| Schulgeld | Je nach persönlicher Sitiouation |
Staatliche Universitäten haben im allgemeinen kleinere Schulgebühren als private Uni's |
U.S.A. oder Kanada?
Ein wesentlicher Unterschied zwischen den Universitäten der beiden Ländern ist, dass kein GRE Test bei der Bewerbung verlangt wird! Kanada hat ein paar sehr gute Unis, welche aber bei den meisten Rankings gar nicht erscheinen. Der Grund dafür ist einfach: bei den meisten Rankings werden nur Unis innerhalb der Vereinigten Staaten verglichen.
Kanadischen Unis sind allgemein günstiger als amerikanische Unis, obwohl die Lebenskosten in Kanada etwas über derjenigen der USA liegen. In Kanada versteht man unter einem College eher eine sehr berufsorientierte Ausbildung, am ehesten mit unseren Technikerschulen vergleichbar. An einer kanadischen University erlangt sowohl den Bachelor's als auch den Master's Degree.
Bewerbungsunterlagen
Folgende Unterlagen gehören üblicherweise zu den Bewerbungsunterlagen:
Bewerbungsunterlagen können meistens
über das Internet angefordert werden (siehe bei den Homepages der
gewünschten Uni unter der Rubrik "Admission").
Der Zweck des "Graduate Record Exam" (GRE) lässt sich am einfachsten mit einer HTL Aufnahmeprüfung vergleichen. Es gibt ein GRE General Test (wird praktisch immer verlangt), und verschiedene Subject-Tests wie Music Test, Engineering Test, Computer Science Test etc. (wird seltener verlangt).
Zitate aus einem Artikel über den GRE [ 22 ]:
Da sich an einer Uni Studenten von vielen verschiedene Colleges aus der ganzen USA und aus dem Ausland bewerben, ist ein solcher Test der einzige direkte Vergleich von Bewerbern. Das Resultat der Prüfung gibt nicht an, ob man sie bestanden hat oder nicht, sondern man bekommt eine Punktzahl. Eine Schule schaut nun die Bewerber nur genauer an, wenn das von der Schule verlangte Punkte-Minimum erreicht ist. Jedoch kann eine zu tiefe Punktzahl mit herausragenden Empfehlungsbriefen oder Schulnoten ausgeglichen werden. Der GRE-Test kann ohne weiteres mehrmals wiederholt werden.
Der General Test besteht aus drei Teilen, deren Resultate zusammengezählt werden. Pro Teil kann ein Punktemaximum von 800 Punkten erreicht werden (Punktebereich: 200 bis 800 Punkte pro Teil). Die typisch geforderte Punktzahl der Quantitative und Analytical Parts beträgt im Durchschnitt 600 Punkte.
| Aufteilung | Inhalt |
|---|---|
| Verbal Part | Vor allem wird das Vocabular getestet, sehr schwer für Kandidaten,
deren Muttersprache nicht Englisch ist. Die Kenntnisse im Englischen werden aber durch den TOEFL Test geprüft, darum ist dieses Resultat für eine Uni nicht sehr wichtig. |
| Quantitative Part | Mathematischer Teil. Überhaupt kein Problem für HTL
Absolventen. Die Schwierigkeit liegen in der kurzen Prüfungszeit und in den mit Tricken gespickten Aufgaben. |
| Analytical Part | Hier gilt es logische Aufgaben zu lösen. Auch hier ist die
Zeit das Hauptproblem. |
Auf diesen Test kann man sich gut im Selbststudium vorbereiten. Siehe dazu die Bücher im Anhang. Es lohnt sich, viele Übungstests zu machen, um Schwächen zu erkennen und somit den Erfolg messen zu können. Für die Übungstests empfiehlt es sich unbedingt mit den orginalen alten Test von ETS zu arbeiten [ 2 ].
Der Aufwand zum Lernen beträgt je nach Lernintensität und gewünschter Punktzahl zwischen zwei Wochen und zwei Monaten.
Ähnliche Standarttests heissen: "Law School Admission Test" (LSAT) für angehende Juristen und "Graduate Management Admission Test" (GMAT) für MBA-Kandidaten.
Der "Test of English as a Foreign Language" (TOEFL) ist ein Englischtest, in den Anforderungen vergleichbar mit dem Cambridge First Certificate. Auch wie beim GRE ist das Resultat eine Anzahl Punkte.
Auf diesen Test kann man sich gut im Selbststudium vorbereiten, aber es gibt auch Kurse in der Schweiz. Es lohnt sich auch hier, viele Übungstests machen.
Ziel: Meistens sind 550 Punkte das Minimum, aber 600 Punkte wären besser (Bereich: ca. 200 bis 670 Punkte).
Achtung: Ein TOEFL-Resultat ist nur zwei Jahre gültig.
Auf diese Schreiben von Professoren (am besten Betreuer der Semester- und/oder Diplomarbeit) wird sehr viel Wert gelegt.
Auszug aus einer Wegleitung zu Bewerbungsunterlagen: "Two confidential letters of recommendation, written by persons who are able to evaluate the applicant's capacity to conduct independent scholarly work, are required."
Wenn man bei einer Universität aufgenommen ist, bekommt man ohne Problem ein Studentenvisum für die USA ode Kanada.
Die folgende Liste gibt potentielle Stipendien-"geber" an. Grundsätzlich sind die Chancen auf Stipendien durchaus realistisch, wenn man bereits an einer Uni aufgenommen ist.
| English | Deutsch |
|---|---|
| Admission | Aufnahmeverfahren, Zulassung |
| Application | 1. Bewerbung für eine Studienplatz oder einen Job (2. Anwendung) |
| Bachelor Degree | Titel des College-Abschlusses. Es gibt die B.S. (Bachelor of Science),
B.A. (Bachelor of Arts), etc. |
| College | auch Undergraduate School genannt, die erste Hochschulstufe, dauert
vier Jahre, eine gute Allgemeinbildung ist der Schwerpunkt. |
| Course | Vorlesung, Seminar |
| Credit | Für jede erfolgreich besuchte Vorlesung während eines
Semesters gibt es eine Anzahl Credits. Für einen Abschluss muss man am Schluss eine bestimmte Anzahl Credits vorweisen. |
| Deadline | Anmeldeschluss, Einsendeschluss |
| Degree | Abschluss einer Ausbildung |
| Fellowship | Stipendium, meist für ältere Studenten und Wissenschaftler |
| High School | 7. bis 12. Schuljahr, Obligatorisch, in den USA gibt es keine
Berufslehren. |
| Letter of Recommendation, Letter of Reference |
Empfehlungsschreiben, Gutachten |
| Major | Studien Hauptfach (Electrical Engineering, Economics, etc.) |
| Minor | Studien Nebenfach |
| Ph.D | Doktorat |
| Rank of Class | In den USA gebräuchlicher, anhand von Zensuren festgestellter
Leistungsplatz an Schule und Hochschule, auch als Leistungsgrupp (z.B. 'upper 5 per cent'). In Fragebögen mit "not used" zu beantworten. |
| Ranking | Rangliste |
| Records, auch Transcripts |
Unterlagen, Belege von besuchten Vorlesungen, Zeugnisse,
Vordiplome und Diplome |
| Scholarship | Stipendium |
| School | allgemeiner Begriff im Englisch für eine.Bildungsstätte,
School kann sowohl Primarschule wie auch eine Universität bedeuten. |
| Score | Testresultate |
| Social Security Number | Amerikanische Version der AHV Nummer. In Fragebögen mit "n/a"
(not applicable) zu beantworten. |
| Tuition | Studiengebühr |
| University | auch Graduate School, Grad School genannt. |
[ 1 ] "Cracking the GRE, The Princeton Review 1995 Edition", by Adam
Robinson and John Katzman, Villard Books New York, erhältlich bei
[ 15 ] ISBN 0-679-75340-0
Sehr gute Taktik, die Konzepte hinter dem Test werden
genau erklärt. Dieses Buch ist ein "Muss".
[ 2 ] "The Official Guide, Practicing to Take the General GRE Test" Erhältlich
über das GRE Information Bulletin ISBN 0-446-39600-1
Es wird empfohlen, nur diese offiziellen Übungstests
zu verwenden, da es einige GRE-Books mit Übungstests von schlechter
Qualität gibt .
[ 3 ] "Lernen, studieren und arbeiten in USA und Kanada", Matthias Ohm Scriptor Verlag ISBN 3-589-209-66-6
[ 4 ] "Studienführer Vereinigte Staaten von Amerika", Ulrich Littmann,
9. Auflage, DAAD - Deutscher Akademischer Austauschdienst ISBN 3-87192-411-5
DAAD, Kennedyallee 50 53175 Bonn, Deutschland Kann bei [ 14 ] für
zwei Wochen gratis ausgeliehen werden (Post). Siehe Ausschnitte aus diesem
Buch in [20].
Dieses Buch ist sehr empfehlenswert.
Herr Wolf vom STV hat sehr viel Erfahrung mit Anerkennungsfragen und Austauschprogrammen von HTL-Studenten und -Abgängern. Als Leiter für Internationale Beziehungen des Technikums Winterthur engagiert er sich stark für ein Master's Degree als Weiterbildung ein.
[ 6 ] Prof. Dr. Gaston Wolf
Zürcher Hochschule Winterthur
Postfach 805, 8401 Winterthur
Tel. 052 267 73 23, Fax 052 267 74 83
Email: gaston.wolf@zhwin.ch
Schweizerischer Technischer Verband STV - UTS - ATS
Weinbergstrasse 41, Postfach, CH-8023 Zürich
Tel. 01 268 37 11, Fax 01 268 37 00
Email: info@swissengineering.ch
Homepage: www.swissengineering.ch
Ein "TOEFL Information Bullentin" (Testdaten und Testcenter, Anmeldeformulare
und viele zusätzliche Informationen) anfordern: http://www.toefl.org
s
GRE online: http://www.gre.org
Siehe unter Stipendien in "Resources" auf der FHM Network Site (http://www.fhmnetwork.ch)
Bibliothek mit vielen Unterlagen über Universitäten aus der ganzen Welt.
[ 14 ] Schweizerische Zentralstelle für Hochschulwesen
Seidenweg 68, 3012 Bern
Tel. 031 306 60 30
Fax. 031 302 68 11
Homepage: http://szfhwww.unibe.ch/szfh/
E-Mail: leander.amherd@szfh.unibe.ch
GRE-Bücher, Bücher über Bewerbungen. Riesige Auswahl an englischsprachigen Fachbüchern, kompetente Beratung.
[ 15 ] Buchhandlung Stäheli AG
Bahnhofstrasse 70, 8001 Zürich
Tel. 01 201 33 02
- http://Amazon.com,
http://Amazon.de,
http://Books.ch
Anmerkungen zu diesem Artikel
Die wesentliche Unterschiede zwischen einer Bewerbung für ein
MBA und für ein M.S. sind:
- Für ein MBA ist zwischen 2 und 4 Jahren Berufserfahrung gefordert,
für ein M.S. ist Berufserfahrung nicht erfordelich (wenn man welche
hat, ist dies sicher ein Pluspunkt).
- Das oder die Essay(s) sind sehr wichtig für ein MBA, für
ein M.S. sind eher die Noten vom College (GPA) und akademische Eignung
(Referenz von einem Professor) wichtiger.
Anton Höefter
«Der Schlüssel für eine erfolgreiche Bewerbung an einer guten amerikanischen Business School liegt im Faktor Zeit. Rund eineinhalb Jahre Vorbereitungszeit sollte man einkalkulieren.»
Test Marathon
«Da jede Bewerbung viel Zeit und Sorgfalt erfordert, macht es wenig
Sinn eine grosse Zahl von Schulen anzuschreiben.» «Die hartnäckige
Rezession hat die Nachfrage seitens der Bewerber allerdings stark gesenkt
und zwingt viele Schulen, um die Gunst guter Studenten zu buhlen. Lag
die Erfolgsquote bei der Aufnahmeprüfung vor gut zwei Jahren oft
bei nur zwölf Prozent, akzeptieren manche Schulen heute nahezu die
Hälfte aller Bewerber. Nie zuvor waren die Chancen also so gut, einen
Studienplatz an einer amerikanischen Top-Universitat zu bekommcn. Der
typische MBA-Student beginnt seine Ausbildung mit 27 Jahren, nach einem
abgeschlossenen Universitätsstudium und mindestens einem, normalerweise
aber zwei bis drei Jahren Berufserfahrung. Hier legen die MBA Schulen
grossen Wert auf das Entwicklungspotential des Kandidaten: Nur wer schon
früh beweisen kann, dass er gute Chancen hat, später einmal
zu den Spitzenmanagern zu gehören, soll die Möglichkeit bekommen,
sein Erfolgspotential durch einen MBA zu verbessern.»
Es darf geblufft werden
«Amerikanische Universitäten legen grössten Wert auf saubere
und klare Unterlagen, bei denen weder beglaubigte Orginalzeugnisse noch
die Testergebnisse fehlen dürfen. Alle Schulen verlangen sogenannte
"official transcripts" und beglaubigte Übersetzungen der Zeugnisse.
Man kann sich dic Zeugnisse und Ubersetzungen notariell beglaubigen lassen
(die teurere Lösung) oder versuchen, sich mit den Zeugnissen auch
eine Übersetzung durch die Uni bestätigen zu lassen.»
«Der wesentliche Unterschied zwischen amerikanischer und europäischer Bewerbungskultur tritt jedoch meistens erst bei den Referenzen zu Tage. Mindestens zwei Referenzen, und wenn möglich ein Interview an der Schule oder mit einem "Ehemaligen" in Europa werden von den guten Schulen verlangt. Dabei erwarten sie vom Aussteller dieser Referenz, dass er die beschriebene Person besser kennt als sie sich selbst. In einer Tabelle muss er Kreativitat, Motivation, Reife, Teamfähigkeit, Intelligenz, analytische Fähigkeiten, seine Kommunikationsfähigkeit und Selbstvertrauen bewerten und nebenbei Fragen wie "In what areas does the applicant need improvement or growth?" (Duke) oder "Do you know of any personal circumstances or conditions which might affect the appplicant's performance at the School? " (Harvard) beantworten. Empfohlene Kandidaten für solche Referenzen sind frühere Arbeitgeber und Professoren, und zwar solche, die gegenüber den Fähigkeiten ihres Schützlings keine Übertreibung für übertrieben halten. Amerikanische Lebenslaufe sind, an deutscher Bescheidenheit gemessen, immer eine Darstellung einer aussergewöhnlichen Persönlichkeit und finden ihr Spiegelbild in entsprechenden Referenzen. So erkundigt sich auch eine Rubrik in den Bewerbungsunterlagen nach den "Honors and Awards", die man bereits im vermutlich noch kurzen Leben verliehen bekommen hat (in den USA eben nicht unüblich, ist doch auch der beste Kuchen einer Auszeichnung würdig). Hier darf ebenfalls ruhig etwas dicker aufgetragen werden: Hat doch fast jeder Amerikaner bereits Millionen von Dollars fur wohltätige Zwecke gesammelt und dafür Anlässe mit mindestens tausend Teilnehmern organisiert. Auch Ferienjobs als menschlicher Telefonbeantworter werden besser durch den wohlklingenden Begriff "Communications Manager" umschrieben.»
Mein grosster Fehler ist ....
«Hauptteil jeder Bewerbung sind die verschiedenen Essayfragen, die
auf einer oder drei Seiten beantwortet werden mussen. Problematisch und
für Europäer eher ungewöhnlich sind Fragestellung wie:
"Describe an ethical dilemma you have experienced firsthand. How did you
manage and resolve the situation?" (Harvard) oder "Describe a situation
in which you played a leadership role. What important things did you learn
about yourself and others through this experience?" (Fuqua) "Please give
a candid evaluation of yourself. Include some discussion of the abilities
and other attributes you believe are your strengths and some discussion
of areas that you would like to develop more fully. How do you think others
perceive you? What do you consider most unique or distinctive about yourself?"
(UCLA) "Describe the characteristics of an exceptional manager using an
example of someone whom you have observed or with whom you have worked.
Illustrate how his or her management style has influenced you." (Tuck)
"In your opinion, what is the world's greatest problem? Why?" (Wharton)
Bevor man mit den Aufsätzen beginnen kann, muss man selbst fähig
sein, die eigenen Ziele, Stärken und Schwächen anderen mitzuteilen.
Die meisten Bewerbungsanleitungen empfehlen Ehrlichkeit als Grundsatz
für die Beantwortung der Fragen und raten gründlich ab von Statements
wie "Mein Fehler ist, dass ich keine Schwächen habe." Mehr Erfolg
hat, wer sich selbst und seine Lebensziele gut analysiert und diese dem
Zulassungskomitee hinreichend vermitteln kann. Gross ist auch die Versuchung,
bei mehreren Bewerbungen ähnliche Fragen mit einem Essay zu beantworten.
Davon raten aber die Auswahlkomitees der Schulen ab und betonen, dass
nur eine genaue Antwort auf die gestellte Frage zu einer guten Bewertung
führen kann.»
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst
«Und doch darf gegen Ende der Bewerbung die Zeit nicht aus den Augen
gelassen werden. Ein dicker Brief in Richtung USA kommt dort eine gute
Woche später an, oft fehlen aber noch gewisse Bestandteile einer
Bewerbung, meistens erhält man die Prüfungsresultate nicht rechtzeitig,
was eine zeitraubende Korrespondenz und deshalb verminderte Chancen zur
Folge haben kann. Fast alle Schulen basieren nämlich auf einer "rolling
admission": Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben;
wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wer nach einigen Wochen Arbeit seine Bewerbung
abgeschickt hat, muss dann "nur" noch zwischen zwei oder drei Monaten
auf eine Antwort warten. Im Normalfall kommen zuerst die Zusagen, während
die Ablehnungen etwas länger auf sich warten. Bei einem negativen
Bescheid besteht die Möglichkeit, die gleiche Anmeldung im nachsten
Jahr zur erneuten Bewertung vorzulegen.»
Der Autor hat sich bei verschiedenen MBA-Schulen beworben und absolviert jetzt seinen Master of Business Adminastration in Michigan.
Seite 12:
«2. Die berufliche Bildung in den USA ist in unserem Strukturmodell
nicht getrennt ausgewiesen. Sie unterliegt auch keiner gesetzlichen Regelung,
wie sie uns vertraut ist (freilich sei Fachleuten anvertraut, dass für
bestimmte Berufsgruppen sowie regional oder örtlich besondere Regelungen
existieren); weder gibt es Berufsschulen, noch das duale System, das schulische
und betrieblich-praktische Ausbildung verbindet. Viele High Schools bilden
auch für praktische Fertigkeiten aus, häufig werden sie erst
während einer Tätigkeit erworben ("on the job training").»
[«Die qualifizierte Berufsbildung in den USA ist weitgehend Aufgabe
der postsekundaren Institutionen, die im nächsten Abschnitt beschrieben
werden. Aber auch hier ist zu beachten, dass die Grenzen zwischen formaler
Ausbildung und praktischer Aneignung von Kenntnissen oder Fertigkeiten
oft so fliessend sind, dass der transatlantische Austausch nicht nur an
mangelnden Sprachkenntnissen scheitert.»
Seite 12-13:
«3. Die Hochschulen, "Post-secondary education/higher education"
Während wir es gewohnt sind, in einem staatlich geordneten und finanzierten
Bildungswesen aufzuwachsen, am Ende eines Fachstudiums qualifizierende
Nachweise vorzulegen und auf eine - wie auch immer umstrittene - Gleichwertigkeit
der gesetzlich definierten Institutionen im ganzen Bundesgebiet zu vertrauen,
betrachten die Amerikaner ihr postsekundares Bildungswesen weit mehr als
ein (gemeinnütziges) Dienstleistungsgewerbe, dessen verschiedene
Betriebe (= Hochschulen) eine Vielfalt von Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten
zu unterschiedlichen Preisen auf dem "Bildungsmarkt" anbieten. Die Spannweite
dieses Systems reicht von stark berufsorientierten, nach unseren Vorstellungen
absolut nicht-akademischen Einrichtungen bis zu Universitäten, die
sich auf wissenschaftliche Forschung konzentrieren; dazwischen gibt es
viele Mischformen.
Als "Unternehmer" oder Betreiber treten öffentliche oder private
Eigentümer der Hochschulen. Im Prinzip entscheiden sie über
Umfang, Qualitat und Kosten für ihr spezielles Angebot. Hier liegen
erhebliche Unterschiede zwischen den Hochschulen. Und hieraus erklärt
sich auch, dass die einzelnen Hochschulen in ihren Entscheidungen über
Zulassungen etc. autonom sind. In den USA besteht eine bemerkenswerte
Trennung zwischen formalen (= akademischen Graden) und berufs qualifizierenden.
Das erleichtert Amerikanern (aber nicht notwendigerweise Ausländern)
die Auswahl von bestimmten Hochschulen und Studiengängen.»
«Die für deutsche Verhältnisse selbstverständliche,
gesetzlich geregelte staatliche Anerkennung von Hochschulen wird in den
USA grundsätzlich anders gehandhabt, nämlich durch ein Verfahren
der "Accreditation", d. h. einer Anerkennung durch berufsständische
Gremien oder regionale Organe der akademischen Selbstverwaltung.»
«So selbstverständlich das deutsche Bildungswesen gesetzlich
geregelt und gesichert ist mit staatlichen oder staatlich anerkannten
Einrichtungen: In den USA liegen die Dinge grundsätzlich anders.
Gehen wir noch einmal vom "Gewerbebetrieb Hochschule" aus, so ist deutlich
zu trennen zwischen (a) einer allgemeinen Betriebsgenehmigung, die die
Einzelstaaten als sogenannte (corporate) "Charter" erteilen, und (b) der
fachlichen Anerkennung, die von Gremien der akademischen Selbstverwaltung
und der berufsständischen Organisationen als sogenannte "Accreditation"
erteilt oder versagt werden kann.»
«WICHTIG: Jedermann in den USA kann theoretisch eine Hochschule
gründen und beim Staat eine "Charter" beantragen; öffentliche
Hochschulen wurden häufig durch Gesetz gegründet. Mit der Charter
ist in der Regel automatisch die Möglichkeit verbunden, akademische
Grade zu verleihen - gelegentlich mit nur minimalen Qualifikationsauflagen;
in anderen Worten: Die amerikanischen akademischen Grade sind gesetzlich
nicht geschützt. Einige amerikanische Einzelstaaten sind bei der
Genehmigung äusserst grosszügig, andere sehr scharf (Fachleute
wissen, welche das jeweils sind). Findige Zeitgenossen saugen Honig und
Profit aus dieser Situation: Sie bieten - auch an Studienzentren in deutschen
Stadten oder in europäischen Nachbarländern Ausbildungsgänge
mit akademischen Graden an und weisen dabei gelegentlich darauf hin, dass
sie in einem amerikanischen Einzelstaat "staatlich anerkannt" seien. Anders
als bei uns hat eine derartige einzelstaatliche Anerkennung in den USA
keine bundesweite Wirkung; daher sind derartige akademische Grade im deutschen
Rechtsbereich völlig wertlos und werden nicht anerkannt.»
«Wirklich WICHTIG ist hier das positive Korrektiv der Accreditation
durch die fachlich kompetenten Organisationen. Erst dadurch werden die
wissenschaftlichen Leistungskriterien für akademische Programme und
Grade nach amerikanischem Standard auf dem Minimalniveau beurteilt. Neben
sechs regionalen "Associations of Colleges and Schools" (die die Sekundarund
'undergraduate' Sektoren voll abdecken) ist eine Reihe von Berufsverbänden,
z. B. der Ingenieure, Mediziner, Bibliothekare, Juristen etc., im "Council
on Postsecondary Accreditation (COPA)" zusammengeschlossen; deren Anerkennungsliste
wird alljährlich vom "American Council on Education" publiziert.
Speziell fur deutsche Interessenten sei angemerkt, dass Mitglieder des
"Council of Graduate Schools in the United States (CGS)", zu dem auch
die Mitglieder der "American Association of Universities (AAU)" gehören,
durchweg anerkannte Hochschule.»
«Europäische Niederlassungen amerikanischer Hochschulen waren/sind
ursprünglich als Aus- und Fortbildungsstätten allein für
Angehörige der amerikanischen Streitkräfte und Diplomaten eingerichtet.
In den letzten Jahren haben sich andere amerikanische Hochschulen mit
europäischen Studienzentren für eine europäische Klientel
etabliert und bieten im Voll- oder Teilzeitstudium die Möglichkeit,
einen amerikanischen akademischen Grad zu erwerben, ohne in den USA selbst
zu studieren. Hier ist eine Warnung angebracht, die sich nicht nur an
bildungshungrige Landsleute zwischen Elbe und Oder richtet: dergleichen
Grade sind nicht mehr wert als Zertifikate von Volkshochschulen oder deutschen
Fortbildungsstätten.»
Seite 18:
«4. Das Problem der Anerkennung/ "Accreditation Nur am Rande
sei erwähnt, dass einige amerikanische Hochschulen, vor allem in
Europa, selbstgestrickte Anerkennungsorgane gebildet haben, z. B. die
in der Bundesrepublik Deutschland beheimatete "West European Accrediting
Society" oder in den USA die "National Accreditation Association (NAA)"
und die "National Association of State Approved Colleges and Universities
(NASACU)". Diese Anerkennungen sind absolut wertlos.»
Seite 19:
«5. Verwaltung der Universitäten
Hochschulen und Hochschulinstituten in den USA gelten etwa 40 % als öffentliche
Anstalten unter der Kontrolle der Bundesstaaten, Städte und Gemeinden,
die übrigen als 'private institutions', teils unter Förderung
und Aufsicht der verschiedenen Konfessionen, ohne dass es sich jedoch
um "Konfessionsschulen" handeln würde. Dass die Trägerschaft
mit Leistungsfähigkeit nichts zu tun hat, zeigt je ein Beispiel:
Berkeley ist staatlich, Harvard ist privat, aber 'nonsectarian', Georgetown
University privat und katholisch; entsprechende Beispiele für akademisch
weniger bedeutende Hochschulen lassen sich in ähnlicher Aufgliederung
geben. Auch die Grössenordnungen korrelieren nicht unbedingt mit
Qualität; es gibt gute und schlechte Colleges mit einigen hundert
Studenten, und Universitätssysteme mit 50.000 Studenten haben starke
und schwache Bereiche.»
Seiten 44-46
«Amerikanische Benotung / Credits
Credit: Eine Vorlesung während eines Semesters, die mit drei Wochenstunden
angekündigt wird, zählt "three credit hours". Für ein B.A.Degree
werden z.B. 128 "credits" gefordert: auf vier Jahre = 8 Semester "undergraduate
study" erwirbt der Student im Schnitt 16 "credits" pro Semester. Die tatsächliche
Zeit, die ein Studium in Anspruch nimmt liegt wesentlich höher. Die
"Credit hours" und die Zensuren in den einzelnen Veranstaltungen werden
zusammengezogen zum "average credit points", dabei erhalten die Zensuren
Wertzahlen, so dass die "credit points" einen gewogenen Durchschnitt ergeben
(Grade Point Average - GPA).»
Benotung der "Undergraduate Schools"
In den meisten Colleges werden die Zensuren in einer reinen oder leicht
abgewandelten statistischen Häufigkeitskurve (Gauss'sche Verteilung)
nach der relativen Leistung vergeben ("grading on the curve"). Die besten
10% erhalten ein "A", 25% ein "B" etc. und die schlechtesten 10% ein "F".
Diese Form macht sehr gute Zensuren möglich und vermeidet, dass Fehlleistungen
der Lehrer zu Lasten der Studenten oder der Schüler der High Schools
gehen.»
Beispiel eines Zeugnisses eines "undergraduate student"
| FAIRY COLLEGE Greenland, XY TRANSCRIPT For: Smith, John, Resident of Redland, XY. Enrolled September 1989 1989-90, 2nd Session
|
|||||
| Dept.
Engl. |
Catalog
124 |
Descriptive Title
Engl. Composition |
Credit Hours 3 3 2 3 4 1 (3) 16 |
Grade
B Grade |
Points
9 3.375 |
| Grade Points A = 4, B= 3, C = 2, D = 1,
F = failling
|
|||||
Benotung der "Graduate Schools"
Die meisten "Graduate Schools" halten sich bei der Benotung an das Prinzip
der absoluten Leistung, d.h. an das in Deutschland übliche Verfahren.
Beispiel eines Zeugnisses eines "graduate student"
| UNIVERSITY OF THE INTELLECT, GRADUATE SCHOOL
Seven Mountains, GM TRANSCRIPT MYER, Janet B. Of New York, NY. Graduation City College 6/89 1989-90, Winter Term |
|||||
| Dept.
Soc |
Catalog
643 |
Descriptive Title
Class and Race GPA 3.6 |
Credit Hours 3 3 3 2 4 (3) 15 |
Grade
B |
|
| Points on scale A = 4, D = 1, F = Failing,
WP = Withdrawn in good standing, I = incomplete
|
|||||
|
HOCHSCHULE RAPPERSWIL HSR Rapperswil, 6.12.94 OFFICIAL TRANSCRIPT Department of Electrical Engineering |
|
| Course: | Grade: |
| German (Deutsch) English (Englisch) Chemistry (Chemie) Physics (Physik) Mathematics (Mathematik) Basics of electricity (Elektrizitatslehre) Electronics (Elektronik) |
5.5 5.0 4.5 4.5 4.5 5.0 4.5 |
| 6 is the best mark, corresponding to "excellent"
5 corresponding to "good" 4 corresponding to "passing" 3 corresponding to "insufficient" 1 is the worst mark, corresponding to "worthless" |
|
| Stempfel der Schule (wichtig!)
Unterschrift Dr. A. Günter, Director |
|
|
HOCHSCHULE RAPPERSWIL HSR Rapperswil, 6.12.94 OFFICIAL TRANSCRIPT Department of Electrical Engineering |
||
| Course: | Number of 50 min. lectures: | Grades: |
| Industrial management/Ecology (Betriebswirtschaftslehre/Oekologie) Selected topics in electrical engineering (Ausgewählte Kapitel der Elektrotechnik) Algebra/Analysis Term project 1 (Studienarbeit 1) Term project 2 (Studienarbeit 2) Project oriented work (Vertiefungspraktikum) Major subjects (Vertiefungsfächer): Informatics (Informatik) |
152
114 152 152 152 |
5.0
att. 4.5 5.5 5.0 |
| 6 is the best mark, corresponding to "excellent"
5 corresponding to "good" 4 corresponding to "passing" 3 corresponding to "insufficient" 1 is the worst mark, corresponding to "worthless" |
||
| Stempfel der Schule (wichtig!)
Unterschrift Dr. A. Günter, Director |
||
THE TEST: GRE, GMAT, LSAT
We are under time pressure; We have to finish in under 1000 words; let's get to work immediately. How can you beat a standardized test?
By Bruce Spiegelberg
The "Graduate Management Admission Test - the GMAT", like the Graduate Record Exam - the GRE," and the "Law School Admission Test - the LSAT" is a highly refined product of over half a century of psychometric testing in America. The goal of the test designers is to produce an "objective" test, which means an unchoachable test, a test that you cannot prepare for, a test of intellectual skills, which you develop over years, skills that you either have or have not.
The first of four ground rules is that the test does not test knowledge. There is no special body of fact or opinion for the test taker to bone up on. The LSAT has nothing do with law or aptitude for legal study- the GMAT has nothing to do with business. A standardized test has necessary content, and there is no relevant course of study to pursue.
The second rule is that the test does not test intelligence. Everyone knows real bozos who do well on standardized tests, and geniuses who score poorly. Standardized tests succeed only in ranking pedestrian performances. Be neither in your stupid, nor in your brilliant mode. The test is not a thinking test, but a reading test. Be intellectually submissive and precisely obedient to the directions, as you are in consulting the phone book. The biggest error is in not following the directions to the question.
The third ground rule is that luck influences the outcome. Test taking partakes of the fall of the cards and the roll of the dice - the chance of a good day, just the right questions - you know the feeling when you are hot. Do not allow the test to intimidate you.
The fourth and least known rule is that only a fraction of the questions have to be done correctly for a score that is very likely "good enough". Most standardized tests produce quite respectable scores, scores adequate to get you into grad school, if you can get anywhere from half to two-thirds of the questions correct. The canny test taker carefully examines the test scale and the requirements of the schools he will apply to in order to discover his real task which is the number of questions he must get right. The issue in test taking is test management. Learning how to manage what skills you have in order to maximize your performance is the first secret. Combining a relevant management strategy and modest practice, say, on no more than three official sample tests, turns out to be the best attack, and for most students a guarantee of success. Management strategy is crucial because the test is timed. The same question that seems both trivial and elementary becomes a nightmarish riddle when you are under the clock. It is time pressure that is the essence of the standardized test. The knowledge required is nil, all questions, easy and hard, are worth the same, so the test will rank you according to the number of correct answers obtained within a timed period.
Thus the first and greatest secret of test taking is, not to finish the test, but to maximize the number of correct answers. The naive test taker or the ill advised one tries to complete all the questions. He hurries, and speed kills him. He does the questions in lock step order. He lingers long and is led behind. Because the question sections are designed to be too long to complete, the smart test taker rejects the goal of doing every question, but instead works for the biggest number of questions he can get right in the time allotted. The consequences of the right "attitude" for test taking tactics are momentous.
Secret number two is that the questions in a section are in order of increasing difficulty; they go from easy to hard. One might propose to hurry up in the beginning to save time for the hard ones at the end. On the contrary, get the early and easy questions right, and then go on a hunt for the ones you can do. The questions at the end are hard, not because they are challenging, but because they are tricky. People just get them wrong, and like riddles, you approach them warily and only after you have established a sound score elsewhere in the section. The bell is about to ring the close of our brief article, and we will deliver the third and last secret of test taking. If the test, like the LSAT, does not punish wrong answers, then it is prudent to guess the questions you choose not to do. Guess the undone, the odds are good-one in five. You will get some right by chance. If the test, like the GMAT subtracts something from your score for wrong answers, then you should omit the undone. The odds are against you. To get the odds in your favor, familiarize yourself with the task that you must perform. The test requires no more than the application-under time pressure - of skills that you have practiced for four years in college. Study the free official test material in the bulletins of information announcing the test, view all prep courses, books, and magic bullets skeptically, and rehearse the test in practice to learn in advance what your performance is likely to be. On a standardized test there should be no surprises, except for-good luck!
Bruce Spiegelberg has taught basic logic for over thirty years at U. of California-Berkeley, Colby College and Franklin & Marshall. His Advantage workshop course in the LSAT is highly praised by schools all over the east coast.
«Hängt doch die Reputation einer Fakulät unter zukünftigen
und heutigen Studenten und, wichtiger noch, in der Wirtschaft, von den
in Hunderttausender-Auflagen verbreiteten Listen ab.
Besonders deutlich wird das in den USA. Die sind das Mutterland des Rankings,
werden doch hier diese Hitlisten nicht erst seit fünf Jahren, sondern
schon in einer jahrzehntelangen Tradition erstellt. Bei den Zeitschriften,
die sich dem angenommen haben, sind die Listen ein beliebtes Mittel, Aufmerksamkeit
zu heischen und Auflagen zu steigern.
Die Listen erfahren höchste Aufmerksamkeit, denn die amerikanischen
Hochschulen, oft privat finanziert, können sich im Wettbewerb um
die besten und zahlungskräftigsten Studenten und die Sponsorengelder
aus der Wirtschaft nur behaupten, wenn es sie auf den Listen nicht nach
hinten auf einen der billigen Platze verschlagt: Ein guter Ranglisten-Platz
ist gleichbedeutend mit einem Gütesiegel für die Hochschule.
"Rankings zählen zur Lieblingslektüre der Personalchefs. Gute
Noten für die Uni bringen den Absolventen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt",
erklärt Ellen Moore, Sprecherin der University of South Carolina
at Columbia, die gerade einen überraschenden fünften Platz errungen
hat: Die Zeitschrift "US News & World Report" bewertet die dynamischsten
Unis, die in Amerika ein MBA-Studium anbieten.»
«Will man die Qualität von Hochschulen bewerten, welche ist
die beste, zweitbeste etc. fehlt jedoch ein allgemein akzeptierter Massstab.
"Qualität" ist ein interpretierbarer Begriff. Qualitat einer Ausbildung
oder einer Universitat kann man nicht in Sekunden, Zentimetern oder Kilogramm
messen. Also bedient man sich Hilfsgrössen. Als Kriterien nennt der
"US News & World Report":
- Bei der "Bewerber-Qualitat" werden die Durchschnittsnote der Abgangszeugnisse,
das Testergebnis des General Management Admission Tests (GMAT) sowie die
Akzeptanzrate der Schule (Verhältnis von abgewiesenen zu immatrikulierten
Bewerbern) erfasst.
- Der "Plazierungserfolg" ist die Messlatte fur einen mehr oder weniger
steilen Karrierestart. Man misst den jeweiligen Prozentsatz derer, die
direkt nach dem Examen bzw. erst drei Monate danach einen Job hatten.
- Ausserdem wird das Zahlenverhältnis zwischen den Absolventen und
den Arbeitgebern, die auf dem Campus selber rekrutierten, ermittelt sowie
das durchschnittliche Einstellungsgehalt.»
«"Es gibt keine allgemein akzeptierten Standards für die Ratings der Hochschulen", gibt Barron's MBA Führer allen Interessierten zu bedenken: Jeder, der ein Hochschul-Ranking veranstalten will, kann sich die Kriterien dafür beliebig ausdenken und die Gewichtung untereinander nach eigenem Gutdünken vornehmen. »
«Eine Untersuchung der New Yorker Personalberatung Brecker &
Merryman hatte die Kellogg School in Evanston bei Chicago weit vor Harvard
und Stanford plaziert. Grundlage der Bewertung: Das Einstellungsverhalten
von 250 der grössten Industrie- und Dienstleistungsunternehmen in
den USA. Befragt wurden die Rekrutierungsabteilungen der Firmen, die Jahr
für Jahr die Absolventen der MBA-Schulen einstellen. Philip Phillips,
Ex-Dekan einer Business School der New Yorker Universitat, relativiert
denn auch den Wert der Hochschul-Hitlisten:
"Wenn eine Schule zu den Top 20 gehört, wo sind dann die Unterschiede?"
Schliesslich gebe es uber 700 Business-Schools in den USA, von denen sicher
100 eine gute Ausbildung boten. Ein Ranking sei immer nur die schnelle
Möglichkeit, sich eine grobe Übersicht über die Qualität
der Ausbildung zu verschaffen. »
«"Rankings werden nie der unglaublichen Vielfalt gerecht, die in der postgradualen Management-Ausbildung herrscht", so James W. Schmotter, Dekan an der Cornell University. Unterschiedliche Kulturen, die an den Hochschulen herrschten, liessen sich nur schwer in Zahlen und Punktwerten ausdrücken. Kein Indikator erfasse etwa die Vielfalt des Lehrangebots, die Aktualitat der Curricula, das Gleichgewicht persönlichkeitsbezogener und funktionaler Ausbildung, sowie die Lebensqualität am Hochschulort. »
«Wer sich ernsthaft über eine Hochschule informieren wolle, solle sich nicht auf die Apfel mit Birnen vergleichenden Hitlisten verlassen, so der in Princeton erscheinende "Official Guide to MBA-Programs". Das passende Studium auszuwählen sei eine Aufgabe, die eine echte Anstrengung erfordere: Jeder Interessierte müsse seine Informationen sammeln und die Universitat wählen, die den persönlichen Zielen am nächsten komme. »
Dr. L. Robert Kohls
So you're going to visit the United States? Great! But be prepared:
the values Americans live by may seem strange to you. As a result, you
might find their actions confusing, even unbelievable.
This is the kind of advice Dr. L. Robert Kohls gives first time visitors
to the United States. Kohls, Director of International Programs at San
Francisco State University, has developed a list of 13 commonly held values
which help explain why Americans act as they do. He is careful and cautions
visitors also, to avoid labeling these values positive or negative. His
aim: "I simply want to help you understand the Americans with whom you
will be relating-from their own value system rather than from yours".
Whether one agrees with Kohls or not - or is willing to accept as valid
any generalizations about Americans - his observations are thought-provoking.
1. PERSONAL CONTROL OVER THE ENVIRONMENT / RESPONSIBILITY
Americans do not believe in the power of fate, and they look at people
who do as being backward, primitive, or naive. In the American context,
to be "fatalistic" is to be superstitious, lazy, or unwilling to take
initiative. Everyone should have control over whatever in the environment
might potentially affect him or her. The problems of one's life are not
seen as having resulted from bad luck as much as having come from one's
laziness and unwillingness to take responsibility in pursuing a better
life.
2. CHANGE SEEN AS NATURAL AND POSITIVE
In the American mind, change is seen as indisputably good, leading to
development, improvement, progress. Many older, more traditional cultures
consider change disruptive and destructive; they value stability, continuity,
tradition, and ancient heritage - none of which are considered very important
in the United States.
3. TIME AND ITS CONTROL
Time is of utmost importance to most Americans. It is something to be
on, kept, filled, saved, used, spent, wasted, lost, gained, planned, given,
even killed. Americans are more concerned with getting things accomplished
on time than they are with developing interpersonal relations. Their lives
seem controlled by the little machines they wear on their wrists, cutting
their discussions off abruptly to make their next appointment on time.
This philosophy has enabled Americans to be extremely productive, and
productivity Is highly valued In their country.
4. EQUALITY / FAIRNESS
Equality is so cherished in the U.S. that it is seen as having a religious
basis. Americans believe that all people are created equal and that all
should have an equal opportunity to succeed. This concept of equality
is strange to seven-eighths of the world which views status and authority
as desirable, even if they happen to be near the bottom of the social
order. Since Americans like to treat foreigners "Just like anybody else",
newcomers to the U.S. should realize that no insult or personal indignity
is intended if they are treated in a less than-deferential manner by waiters
in restaurants, clerks in stores and hotels, taxi drivers, and other service
personnel.
5. INDIVIDUALISM / INDEPENDENCE
Americans view themselves as highly individualistic in their thoughts
and actions. They resist being thought of as representatives of any homogeneous
group. When they do join groups, they believe they are special. Just a
little different from other members of the same group. In the U.S. you
will find people freely expressing a variety of opinions anywhere and
anytime. Yet, in spite of this independence, almost all Americans end
up voting for one of their two major political parties. Individualism
leads to privacy, which Americans see as desirable. The word privacy does
not exist in many nonWestern languages. If It does, it is likely to have
a negative connotation, suggesting loneliness or forced isolation. It
is not uncommon for Americans to say, and almost to believe: "If I don't
have half an hour a day to myself, I go stark-raving mad!"
6. SELF-HELP INITIATIVE
Americans take credit only for what they accomplish as individuals. They
get no credit for having been born into a rich family but pride themselves
in having climbed the ladder of success, to whatever level, all by themselves.
In an English-language dictionary, there are more than 100 composite words
that have the word "self" as a prefix - self-aware. self-confident, self-conscious,
self-contented, self-control, self-criticism, self-deception, self-defeating,
self-denial. The equivalent of these words cannot be found in most other
languages. It is an indicator of how highly Americans regard the self-made
man or woman.
7. COMPETITION
Americans believe that competition brings out the best in any individual
and in any system. This value is reflected in the American economic system
of free enterprise, and it is applied in the U.S. in all areas - medicine,
the arts, education, sports.
8. FUTURE ORIENTATION
Americans value the culture and the improvements the future will surely
bring. They devalue the past and are, to a large extent, unconscious of
the present. Even a happy present goes largely unnoticed because Americans
are hopeful that the future will bring even greater happiness. Since Americans
believe that humans, not fate, can and should control the environment,
they are good at planning short-term projects. This ability has caused
Americans to be invited to all corners of the Earth to plan, and often
achieve, the miracles which their goalsetting methods can produce.
9. ACTION / WORK ORIENTATION
"Don't just stand there," says a typical bit of American advice "do something!"
This expression, though normally used in a crisis situation, in a sense
describes most Americans' waking life, where action - any action - is
seen as superior to inaction. Americans routinely schedule an extremely
active day. Any relaxation must be limited in time and aimed at "recreating"
so that they can work harder once their "recreation" is over. Such a "no-nonsense"
attitude toward life has created a class of people known as "workaholics"
- people addicted to, and often wholly identified with, their job or profession.
The first question people often ask when they meet each other in the U.S.
is related to work: "What do you do?" "Where do you work?" or "Who (what
company) are you with?" The United States may be one of the few countries
in the world where people speak about the dignity of human labor - meaning
hard physical labor. Even corporation presidents will engage in physical
labor from time to time and, in doing so, gain rather than lose respect
from others.
10. INFORMALITY
Americans are even more informal and casual than their close relatives
- the Western Europeans. For example, American bosses often urge their
employees to call them by their first names and feel uncomfortable with
the title "Mr." or "Ms.". Dress is another area where American informality
is most noticeable, perhaps even shocking. For example, one can go to
a symphony performance in any large American city and find people dressed
in blue jeans. Informality is also apparent in Americans' greetings. The
more formal "How are you?" has largely been replaced with an informal
"Hi". This is as likely to be used with one's superior as with one's best
friend.
11. DIRECTNESS / OPENNESS / HONESTY
Many other countries have developed subtle, sometimes highly ritualistic,
ways of informing others of unpleasant information. Americans prefer the
direct approach. They are likely to be completely honest in delivering
their negative evaluations, and to consider, anything other than the most
direct and open approach to be "dishonest" and "insincere". Anyone in
the U.S. who uses an intermediary to deliver the message will also be
considered "manipulative" and "untrustworthy". If you come from a country
where saving face is important, be assured that Americans are not trying
to make you lose face with their directness.
12. PRACTICALITY / EFFICIENCY
Americans have a reputation for being realistic, practical, and efficient.
The practical consideration is likely to be given highest priority in
making any important decision. Americans pride themselves in not being
very philosophically or theoretically oriented. If Americans would even
admit to having a philosophy, it would probably be that of pragmatism.
Will it make money? What is the bottom line? What can I gain from this
activity? These are the kinds of questions Americans are likely to ask,
rather than: is it aesthetically pleasing? Will it be enjoyable? Will
it advance the cause of knowledge? This pragmatic orientation has caused
Americans to contribute more inventions to the world than any other country
in human history. The love of "practicality" has also caused Americans
to view some professions more favorably than others. Management and economics
are much more popular in the United States than philosophy or anthropology,
and law and medicine more valued than the arts. Americans belittle "emotional"
and "subjective" evaluations in favor of "rational" and "objective" assessments.
Americans try to avoid being "too sentimental" in making their decisions.
They judge every situation "on its own merits".
13. MATERIALISM / ACQUISITIVENESS
Foreigners generally consider Americans much more materialistic than Americans
are likely to consider themselves. Americans would like to think that
their material objects are just the "natural benefits" that result from
hard work and serious intent - a reward, they think, which all people
could enjoy were they as industrious and hard-working as Americans. But
by any standard, Americans are materialistic. They give a higher priority
to obtaining, maintaining, and protecting material objects than they do
in developing and enjoying relationships with people. Since Americans
value newness and innovation, they sell or throw away their possessions
frequently and replace them with newer ones. A car may be kept for only
two or three years, a house for five or six before buying a new one.
Dr. L. Robert Kohls is the Director of International Programs at San Francisco State University